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EINLADUNG ZUM ONLINE-PRESSEGESPRÄCH

Journalist*innen vor Gewalt und Bedrohungen schützen

15.04.2021

Angriffe gegen Journalist*innen in Deutschland nehmen zu, das haben 69 Prozent der Medienschaffenden 2020 bestätigt (s. Seite 2). Durch Morddrohungen per E-Mail oder Social Media oder Einschüchterungsversuche bis hin zu körperlicher Gewalt wie derzeit bei der Berichterstattung über die Proteste von Coronaleugner*innen werden einzelne Journalist*innen akut gefährdet und darüber hinaus auch die Pressefreiheit an sich. Journalist*innen, die über Themen wie Flucht und Migration, Rechtsextremismus, Feminismus oder die COVID-Pandemie berichten, laufen besondere Gefahr, Ziel von Anfeindungen zu werden, die darauf abzielen, ihre Berichterstattung einzuschränken.


Um die Pressefreiheit zu gewährleisten und feste wie freie Journalist*innen vor Gewalt und Bedrohungen zu schützen, hat ein Bündnis von Journalist*innenorganisationen, Mediengewerk-schaften und Beratungseinrichtungen Standards entwickelt und einen Schutzkodex für Medien-häuser formuliert. Diesem Schutzkodex haben sich unter anderem bereits die dpa, die taz, ZEIT und ZEIT Online angeschlossen. Weitere Medienhäuser sollen folgen.


Im Pressegespräch wird der Schutzkodex präsentiert und zur Diskussion gestellt. Mit:

 

  • Jochen Wegner, ZEIT Online, Chefredakteur
  • Thembi Wolf, Neue deutsche Medienmacher*innen, Vorsitzende
  • Franz Zobel, Projektkoordinator Opferberatung ezra in Thüringen und VBRG e.V.
  • Monique Hofmann, Bundesgeschäftsführerin dju in ver.di
  • Moderation: Jana Pareigis, ZDF

 

Wann: 22. April 2021 von 11 bis 12 Uhr

Wo: Online über Big Blue Button

Bitte melden Sie sich bis zum 21.04.2021 an unter event@reporter-ohne-grenzen.de. Sie erhalten dann rechtzeitig Ihre Zugangsdaten.

 

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HINTERGRUNDINFORMATIONEN


Journalist*innen vor Gewalt und Bedrohungen schützen


Fakten

 

 


Organisationen

Der Kodex für Medienhäuser zum Schutz von Journalist*innen gegen Gewalt und Bedrohungen wird von den folgenden Organisationen getragen und unterstützt:


Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. (VBRG e.V.)

Die im VBRG e.V. zusammengeschlossenen unabhängigen Beratungsstellen aus 13 Bundesländern unterstützen und beraten jährlich professionell und parteilich hunderte von Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt – darunter auch Journalist*innen und Medienarbeiter*innen. Pressekontakt: Heike Kleffner, kh.kleffner@verband-brg.de


Neue deutsche Medienmacher*innen e.V.

Die Neuen deutschen Medienmacher*innen sind ein bundesweiter Zusammenschluss von Journalist*innen mit und ohne Einwanderungsgeschichte, die sich für mehr Vielfalt in den Medien stark machen. Das Netzwerk ist politisch unabhängig, nationalitäten- und konfessionsübergreifend. Pressekontakt: Konstantina Vassiliou-Enz, vassiliou-enz@neuemedienmacher.de


Reporter ohne Grenzen

Reporter ohne Grenzen (RSF) dokumentiert Verstöße gegen die Presse- und Informationsfreiheit weltweit und alarmiert die Öffentlichkeit, wenn Journalist*innen und deren Mitarbeitende in Gefahr sind. Die Organisation kämpft gegen Zensur und setzt sich für mehr Sicherheit und besseren Schutz von Medienschaffenden ein. Pressekontakt: Jennifer Schiementz, presse@reporter-ohne-grenzen.de


Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion | verdi

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di ist die Gewerkschaft für festangestellte und freiberufliche Journalistinnen und Journalisten innerhalb von ver.di, der größten Interessenvertretung für Medienschaffende in Deutschland. dju.verdi.de Pressekontakt: Monique Hofmann, monique.hofmann@verdi.de, Tel.: (030) 69 56-23 22


Deutscher Journalisten-Verband (DJV)

Der Deutsche Journalisten-Verband vertritt als Gewerkschaft und Berufsverband die berufs- und medienpolitischen Ziel der hauptberuflichen Journalistinnen und Journalisten aller Medien. Mit über 30.000 Mitgliedern ist der DJV die größte Journalisten-Organisation in Deutschland und Europa. Pressekontakt: Hendrik Zörner, E-Mail: zoe@djv.de, Tel.: (030) 72 62 79 20, www.djv.de

 

 

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