DJV-Informationen zum Krieg in der Ukraine

Für DJV-Mitglieder

Der DJV unterstützt seine in der Ukraine journalistisch tätigen Mitglieder mit Rat und Tat. Dazu ist er unter der E-Mail djv@djv.de und den Telefonnummern +49 228 2 01 72 0 und +49 30 72 62 79 20 zu erreichen. Bitte benutzen Sie vorrangig die E-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme, dadurch wird die Weiterleitung an die zuständigen Personen erleichtert. Mitglieder können sich auch an ihren jeweiligen Landesverband des DJV wenden.

Für Journalist*innen aus der Ukraine
  • Der DJV empfiehlt allen nach Deutschland Flüchtenden oder zuletzt in Deutschland befindlichen, aber nicht mehr in die Ukraine zurückkehrenden journalistisch Berufstätigen, umgehend einen Antrag auf Asyl zu stellen. Nur auf diese Weise ist eine zügige und professionelle Klärung und Sicherung des aufenthaltsrechtlichen Status, die Zuweisung einer Unterkunft, die Krankenversicherung und -behandlung und der Lebensunterhalt für die Betroffenen und ihre Angehörigen möglich. "Für alle in Deutschland ankommenden Asylsuchenden gilt: Sie müssen sich unmittelbar bei oder nach ihrer Ankunft bei einer staatlichen Stelle melden. Dies kann schon an der Grenze oder später im Inland geschehen. Wer sich bereits bei der Einreise als asylsuchend meldet, wendet sich an die Grenzbehörde. Sie leitet Asylsuchende dann an die nächstgelegene Erstaufnahmeeinrichtung weiter. Wer sein Asylgesuch erst im Inland äußert, kann sich hierzu bei einer Sicherheitsbehörde (zum Beispiel der Polizei), einer Ausländerbehörde, bei einer Aufnahmeeinrichtung oder direkt bei einem Ankunftszentrum oder AnkER-Einrichtung melden. Erst dann kann ein Asylverfahren beginnen." Information des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
  • Aus der Ukraine werden aller Voraussicht nach auch Kolleg*innen nach Deutschland kommen, die deutscher Abstammung sind. Für Flüchtlinge deutscher Abstammung gilt ein anderes Aufnahmeverfahren, das auf der Seite des Aussiedlerbeauftragten der Bundesregierung beschrieben ist.
  • Dies ist deswegen wichtig, weil deutschstämmige Kolleg*innen sich sinnvollerweise ohne vorherigen Asylantrag unmittelbar an die Aufnahmeeinrichtung in Friedland wenden, um nicht ihre Rechte auf Zuerkennung der deutschen Staatsangehörigkeit zu verlieren.
  • Hinweis: Die Europäische Union hat am 4. März 2022 die "Massenzustromrichtlinie" aktiviert und damit ein erleichtertes Verfahren für den weiteren Aufenthalt von Flüchtlingen eingeführt. In Deutschland wird das durch § 24 Aufenthaltsgesetz geregelt. Damit ist ein Asylantrag nicht mehr unbedingt erforderlich. Die Leistungen sind hier zwar geringer als im Falle eines erfolgreichen Asylantrags, allerdings kann dann sofort selbständig gearbeitet oder im Regelfall sogar eine Beschäftigung aufgenommen werden. Das Recht dazu, auch im Fall einer solchen Regelung gleichwohl einen Asylantrag zu stellen, besteht unabhängig von einer solchen Lösung.

    Solange ein solcher Anspruch nicht klar geregelt ist, empfiehlt der DJV daher vorerst weiter einen Antrag auf Asyl. Außerdem besteht schon jetzt die Möglichkeit, nach Ablauf der derzeit möglichen 90 Tage Aufenthalt ohne Visum eine Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis um weitere 90 Tage zu beantragen. Wer das tut, sollte aber Klarheit darüber haben, ob die eigene Krankenversicherung einen solchen langen Aufenthalt in Deutschland noch absichert. Falls nicht, dürfte ein Asylantrag doch die bessere Lösung sein.

  • Das Bundesinnenministerim hat auf seiner Internetseite die wichtigsten Informationen für aus der Ukraine Flüchtende zu Themen wie Einreise und Aufenthaltstitel auf Deutsch und Ukrainisch veröffentlicht.
  • Weitere Informationen finden sich auch bei der European Federation of Journalists (EFJ) und der International Federation of Journalists (IFJ). 
  • Der JX Fonds für Journalismus im Exil wird von mehreren NGO's getragen, darunter Reporter ohne Grenzen. Er soll Medienschaffenden unmittelbar nach ihrer Flucht aus Kriegs- und Krisengebieten schnell und flexibel helfen, ihre Arbeit weiterzuführen.
  • Auch einige Zeitungsverlage helfen: DIE ZEIT und ZEIT ONLINE, die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), die Handelsblatt Media Group, die Süddeutsche Zeitung (SZ) und der Tagesspiegel haben eine gemeinsame Initiative gestartet, um ukrainische und russische Journalistinnen und Journalisten zu unterstützen. Neben Geldspenden steht die Vernetzung von ukrainischen und russischen Exiljournalisten auf ihrem Programm.
  • Kurzfristige Unterbringungen finden Geflüchtete aus der Ukraine unter anderem auf der Internetseite der Initiative #HospitalityHelps. Die Online-Buchungsplattform bietet Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen, die Möglichkeit, sich für ein paar Nächte Zimmer in einem der teilnehmenden Hotels zu buchen. 
Kostenlose Gesundheitsversorgung

Kennen Sie eine Person, die ärztliche Hilfe benötigt? Informationen zur kostenlosen Behandlung finden Sie hier: Hilfe für die Ukraine- KVHB Bremen

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine können vorerst ohne Registrierung in Bremen bleiben

Visafreier Aufenthalt bis Ende Mai garantiert

"Wer nach dem Ausbruch der Kriegshandlungen in der Ukraine in Deutschland Schutz sucht und mit einem ukrainischen biometrischen Pass oder einem gültigen Visum eingereist ist, kann sich vorerst bis Ende Mai im Land aufhalten, es gibt keine weiteren Formalitäten." Darauf weist Sozialsenatorin Anja Stahmann hin. Anlass ist der Umstand, dass zunehmend Ukrainerinnen und Ukrainer, die bei Privatleuten in Bremen untergekommen sind, bei der Messehalle oder in der Erstaufnahme in Vegesack vorfahren um sich "registrieren" zu lassen. "Dort findet aber keine Registrierung statt", betonte die Senatorin. "Es werden ausschließlich Hausausweise für Geflüchtete ausgegeben, die in der Gemeinschaftsunterkunft leben." Dieser Hausausweis sei "vollkommen nutzlos" für Menschen, die privat bei Angehörigen, Freunden oder in einem Hotel untergekommen seien.

Auch für einen Antrag auf finanzielle Unterstützung beim Amt für Soziale Dienste sei zunächst keine weitere Registrierung erforderlich, betonte die Senatorin. "Es genügt allein der ukrainische Pass und die Zusicherung, dass man sich um einen Aufenthaltstitel bei der Ausländerbehörde bemüht." Eine Registrierung durch die Zuwanderungsbehörden werde derzeit vorbereitet.

(Pressemitteilung der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport, 08.03.2022)

Unbürokratische Hilfe für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine

Die Innenminister der EU haben sich auf ein Paket an Maßnahmen geeinigt, die die Aufnahme von geflüchteten Menschen aus der Ukraine in vielerlei Hinsicht erleichtern soll. Betroffen davon sind

  • ukrainische Staatsangehörige,
  • nicht-ukrainische Staatangehörige und staatenlose Personen mit einem internationalen oder nationalen Schutzstatus in der Ukraine und ihre Angehörigen
  • sowie nicht-ukrainische Staatsangehörige und staatenlose Personen mit Daueraufenthaltsrecht in der Ukraine, die nicht in ihr Heimatland zurückkehren können.

Personen, die nicht in diese Kategorie fallen, müssen vor der Rückkehr in ihr Heimatland Zugang zur EU zum Zwecke der Durchreise gewährt werden.

Für die erst genannten drei Gruppen gilt, dass ihnen ein sofortiger vorübergehender Schutz in der EU für ein bis drei Jahre gewährt wird. Die Aufnahme erfolgt zunächst ohne aufwändiges Verfahren in das Asylsystem bis alle Betroffenen den von den EU-Innenministern angekündigten Aufenthaltstitel nach Paragraf 24 AufenthG erhalten haben. Die Betroffenen erhalten einen Krankenversicherungsschutz und medizinische Versorgung, ein Anrecht auf eine Unterkunft, Sozialleistungen sowie das Recht auf Bildung und Schulbesuch. Zudem wird ihnen der Zugang zum Arbeitsmarkt gemäß der nationalen Arbeitsmarktpolitik gewährt. Unbegleitete Kinder und Jugendliche unterliegen wie üblich einem besonderen Schutz und werden in Obhut genommen.

Die Senatorin für Sopziales, Jugend, Integration und Sport
Pressemitteilung vom 28. Februar 2022

Schutzsuchende aus der Ukraine können sich an die Erstaufnahmestelle in Bremen wenden

Senatorin Stahmann wirbt auch für die Nutzung privater Unterkünfte

Sozialsenatorin Anja Stahmann weist darauf hin, dass Ukrainerinnen und Ukrainer, die in Bremen Schutz suchen, sich zunächst an die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in der Lindenstraße wenden können. Sie seien dazu zunächst aber nicht verpflichtet. "Grundsätzlich können Menschen aus der Ukraine sich visafrei für drei Monate in Deutschland aufhalten", sagte sie. In der Konsequenz könne man sich vorübergehend auch bei Freunden, Bekannten und Verwandten einquartieren – oder in einem Hotel, sofern die finanziellen Mittel dafür vorhanden seien. "Alle weiteren Entscheidungen über den rechtlichen Status ihres Aufenthalts in Deutschland werden voraussichtlich bereits in der kommenden Woche auf Bundesebene fallen", sagte sie. "Wichtig ist mir im Moment die Botschaft, dass niemand zurückgeschickt wird. Wir wollen die Menschen in der Mitte unserer Gesellschaft aufnehmen. Alles Weitere klären wir im Nachlauf."

Derzeit seien die Aufnahmeeinrichtungen des Landes und der Stadt Bremen mit ihren rund 5.400 Plätzen zu 90 bis 95 Prozent ausgelastet, die Kapazitäten könnten mit großer Anstrengung erst in den kommenden Tagen und Wochen spürbar ausgebaut werden. Vor diesem Hintergrund rief Senatorin Stahmann auch Wohnungseigentümerinnen und eigentümer dazu auf, bevorzugt an Geflüchtete zu vermieten, damit Plätze in Gemeinschaftsunterkünften frei werden.

"Die Menschen, überwiegend Frauen und Kinder, fliehen aus einem Land mitten in Europa, das heimtückisch mit einem massiven Krieg überzogen worden ist. Sie brauchen jetzt alle denkbare Unterstützung, auch von der Zivilgesellschaft." Er werde vermutlich nur wenige Wochen dauern, bis die ersten Geflüchteten einen Aufenthaltsstatus hätten, der ihnen die Anmietung einer eigenen Wohnung erlaube. Bis dahin müsse Bremen die meisten vermutlich in Gemeinschaftsunterkünften unterbringen. Über die Zahl der zu erwartenden Flüchtlinge aus der Ukraine herrsche weiter Unklarheit, derzeit gehe sie von bis zu 3.800 Menschen in den kommenden Wochen und Monaten aus, sagte die Senatorin. "Ich erwarte die Kriegsflüchtlinge eher früher als später."

Rede von unserer Fachausschusssprecherin Europa Libuse Cerna
Kundgebung am 25. Februar auf dem Bremer Marktplatz

Liebe Bremerinnen, liebe Bremer,

vor zwei Tagen fuhr ich mit der U-Bahn in Prag, mir gegenüber saß eine junge Frau mit ihrem vielleicht fünfjährigen Sohn, sie sprachen leise miteinander, auf Ukrainisch. Ihre Angst, ihre Hilflosigkeit war greifbar, sie war fast materiell. Die Szene kann ich nicht vergessen. In der Tschechischen Republik leben, arbeiten, studieren  nach offiziellen Angaben 150.000 Menschen aus der Ukraine. In der Slowakei, in Polen noch wesentlich mehr. Sie alle haben ihre Familien, ihre Freunde in Lviv, Charkiv, Kiew, in Saporoshje.

Die müssen jetzt um ihr Leben fürchten.

Seit Tagen habe ich, haben wir Bilder und Narrative aus der Vergangenheit im Kopf. Das Münchner Abkommen, die Abtrennung der Sudentengebiete, die Parzellierung Europas bei der der Jalta-Konferenz, die Teilung Deutschlands, den Einmarsch der russischen Armee 1968 in die Tschechoslowakei. Es ist ein déjà vu. Diese Assoziationen scheinen erschreckend zu stimmen, doch sind sie nicht stimmig. Wir leben im Jahr 2022 und haben alle gehofft, die Dämonen des vergangenen Jahrhunderts hinter uns gelassen zu haben. In den kruden, demagogischen Reden von Wladimir Putin vom vergangenen Montag und Donnerstagnacht wurden die Phantome eines hegemonialen Machtanspruchs wieder lebendig. Unfassbar.

Mit der gleichen Logik könnten auch die Österreicher in Italien oder Slowenien einmarschieren. Denn auch diese Länder, genauso wie Ungarn, Kroatien, die Tschechische Republik, die Slowakei oder Teile der heutigen Ukraine gehörten schließlich zur K.u.K.-Monarchie und bis zum Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts war die Amtssprache dort überall deutsch.

Träumen wir? Es ist leider kein Albtraum, aus dem wir erwachen könnten. Es ist die Realität.  Schließlich sagte auch der Marionettenpräsident von der sogenannten Republik Donezk Denis Pusilin am Montag: sein Staat sei so klein, er müsse doch zum großen Russischen Reich gehören. Er benutzte wahrlich den Begriff Russisches Reich.

Es ist müßig heute darüber zu sprechen, welche Fehler in der Kommunikation mit dem selbst ernannten Herrscher über Leben und Tod Wladimir Wladimirowitsch Putin gemacht worden sind. Gewiss wurden sie gemacht. Die europäischen Staaten sind seit Jahren mit sich selbst beschäftigt, mit den Geflüchteten, mit den Folgen des Klimawandels, mit der Pandemie.  Die Strategien der Weltpolitik wurden vielleicht vernachlässigt.  Es spielt keine Rolle mehr. Es ist ziemlich offensichtlich, dass der Überfall auf die Ukraine lange – vielleicht schon Jahre vorher - geplant und vorbereitet worden ist. Und dass die Forderungen des russischen Präsidenten nicht erfüllt werden konnten, ja, sie sollten gar nicht erfüllt werden. Das war doch ein Teil des Kalküls. Und man wartete anscheinend nur auf einen günstigen Moment.

Putin ist Kriegsverbrecher, er gehört vor das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Er führt einen Krieg gegen einen souveränen Staat, einen Krieg gegen die Menschen in der Ukraine. Einen Krieg gegen uns alle: gegen das Völkerrecht, gegen die Freiheit, gegen die Demokratie.

In den vergangenen Tagen habe ich mit vielen Menschen gesprochen. Überwiegend spürte ich Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Ohnmacht. Es sei zu groß, es sei Weltpolitik, auf die wir keinen Einfluss nehmen können. So die weit verbreitete Meinung. Ist es so?

Ich möchte den Schriftsteller, ehemaligen Dissidenten und schließlich Staatspräsidenten Vaclav Havel zitieren: „Gleichgültigkeit den Anderen gegenüber, Gleichgültigkeit dem Schicksal einer ganzen Gemeinschaft gegenüber ist genau das, was dem Bösen das Tor öffnet“.

Wir dürfen nicht gleichgültig sein. Wir dürfen das Tor dem Bösen nicht öffnen. Und dafür müssen wir aus unserer Komfort-Zone raus. Denn auch wenn wir die Nachrichten hier nur auf dem Bildschirm verfolgen, auch wenn wir es nicht begreifen, wenn wir denken, es kann nicht sein. Es ist absolut surreal. Nein, es ist real. Und es ist eine Bedrohung für uns alle.

Deswegen müssen wir den Menschen in der Ukraine helfen, den Kontakt zu Nichtregierungsorganisationen in der Ukraine und den demokratisch gesinnten Menschen in Russland suchen. Wir müssen neue Wege der wehrhaften Demokratie betreten, so wie die Hacker Anonymus, die die Ausstrahlung des TV-Programms von Russia today heute gestört haben, so wie die Klienten, auch die Privatkunden, die ihre Konten bei der russischen Sperbank, die zu der russischen Nationalbank gehört, kündigen.  Oder wir können uns der Initiative von couchsurfing anschließen und unsere Wohnzimmersofas zur Verfügung stellen. Wir müssen unsere Meinung demokratisch zum Ausdruck bringen und damit unsere gewählten Politikerinnen und Politiker in ihrer Haltung bestärken, wir müssen ihre Schritte unterstützen. Unsere Regierungen müssen eindeutig, entschieden, gemeinsam, geschlossen verhandeln – soweit es geht – und konkret handeln.  Das müssen wir einfordern. Auch wenn die Konsequenzen für jeden Einzelnen von uns spürbar, ja sogar schmerzhaft werden. Denn wenn wir es jetzt nicht tun, werden die Folgen unabsehbar.

25.2.2022 Libuse Cerna

Jobportal für Geflüchtete aus Ukraine und Russland

Das von der Jobnet AG eingerichtete Jobportal für Kultur, Film und Medien richtet sich mehrsprachig (ukrainisch, deutsch, englisch oder russisch) an Geflüchtete, die der Krieg in der Ukraine zu einem Exil-Leben nach Deutschland führt.

Alle wichtigen Informationen auch in ukrainischer Sprache
Informationsangebot für Flüchtlinge aus der Ukraine steht online

Informationen für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine für das Ankommen in Bremen hat die Sozialbehörde auf ihrer Webseite unter dem Link www.soziales.bremen.de/ukraine in deutscher und in ukrainischer Sprache eingestellt. 

Gemeinsam in Bremen

Bei der Initiative Gemeinsam in Bremen (GiB) werden Angebote und Gesuche für 

  • Wohnraum
  • Freiwilliges Engagement
  • Spenden

gesammelt. Die Seite wird laufend aktualisiert. Gemeinsam in Bremen (gemeinsam-in-bremen.de)

GiB ist eine trägerübergreifende Initiative der AWO Bremen.

Spendenaktion
Hilfe für Journalistinnen und Journalisten in der Ukraine

Journalist:innen in der Ukraine sind in großer Gefahr. Sie brauchen dringend Schutz- und Notfallausrüstung.

Auch die Exiljournalist:innen, die das Land bereits verlassen mussten, benötigen finanzielle Unterstützung.

Netzwerk Recherche hat gemeinsam mit n-ostFragDenStaatReporter ohne Grenzen und der taz Panter Stiftung, mit denen sie eng zusammenarbeiten, eine Spendenaktion gestartet.

Bitte unterstützt die Journalist:innen in der Ukraine jetzt mit einer Spende.

Unterkunftsmöglichkeiten gesucht!

Wer stellt geflüchteten Journalistinnen und Journalisten eine Unterkunft zur Verfügung? Idealerweise mit gutem Internet und ÖPNV-Anschluss. Wer kann einen Arbeitsplatz mit Internet bereitstellen? Bitte in der Geschäftsstelle unter info@djv-bremen.de oder Tel. 0421 / 32 54 50 melden.

Spendenaktion der EFJ und IFJ

Das Leben von Journalisten ist in Gefahr.

Diejenigen, die die Frontlinien abdecken, benötigen Erste-Hilfe-Sets, Flakjacken und Helme sowie medizinische Versorgung.

Diejenigen, die in städten gefangen sind, die unter Beschuss stehen, brauchen eine sichere Passage, Umsiedlung und humanitäre Hilfe.

Unglaubliche Unterstützung und Hilfe werden jede Stunde und jeden Tag von den ukrainischen Journalistengewerkschaften NUJU und IMTUU geleistet. Ihre Arbeit besteht darin, Leben zu retten und die Medien am Leben zu erhalten.

Aber sie brauchen deine Hilfe. Bitte spenden Sie an den Ukraine Safety Fund:

Name der Bank: BNP_Paribas_Fortis

BIC: GEBABEBB

Kontonummer: BE64 2100 7857 0052 EUR

Land – BE – Belgique

Kontoinhaber: AISBL FEDERATION INTERNATIONALE DES

Alias des Kontos: IFJ SAFETY FUND KONTO

ALLE gespendeten Gelder werden direkt für die Soforthilfe zur Unterstützung bedrohter Journalisten verwendet.

Bitte senden Sie Ihre Spende mit der Nachricht "Ukraine".

Weitere Spendenmöglichkeiten: Hilfe für die Ukraine

Der DJV selbst kann keine Spenden entgegennehmen, weiterleiten oder Spendenbescheinigungen ausstellen. Hier eine Sammlung verschiedener Organisationen, welche den Menschen in der Ukraine und Geflüchteten helfen, darunter die von ARD und ZDF eingerichteten Spendenkonten:

ARD: "Bündnis Entwicklung Hilft" und "Aktion Deutschland Hilft"

BEH und ADH
IBAN: DE53 200 400 600 200 400 600
BIC: COBADEFFXXX
Commerzbank
Stichwort: ARD/ Nothilfe Ukraine
www.spendenkonto-nothilfe.de

"Bündnis Entwicklung Hilft" ist ein Zusammenschluss von Brot für die Welt, Christoffel-Blindenmission, DAHW, Kindernothilfe, medico international, Misereor, Plan International, terre des hommes und Welthungerhilfe. German Doctors und Oxfam sind assoziierte Mitglieder.
www.entwicklung-hilft.de

"Aktion Deutschland Hilft" ist ein Zusammenschluss von 23 deutschen Hilfsorganisationen, u. a. action medeor, ADRA, Arbeiter-Samariter-Bund, AWO International, CARE Deutschland, Habitat for Humanity, HELP - Hilfe zur Selbsthilfe, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, World Vision Deutschland, Der Paritätische (darüber aktiv: arche Nova, Bundesverband Rettungshunde, Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners, Hammer Forum, Handicap International, Help Age Deutschland, Kinderverband Global-Care, LandsAid, SODI und Terra Tech)
www.aktion-deutschland-hilft.de

ZDF: "Aktionsbündnis Katastrophenhilfe"

Spendenkonto: Commerzbank
IBAN: DE65 100 400 600 100 400 600
BIC: COBADEFFXXX
Stichwort: ZDF Nothilfe Ukraine
Online-Spenden: aktionsbuendnis-katastrophenhilfe.de

Im "Aktionsbündnis Katastrophenhilfe" haben sich Caritas international, Deutsches Rotes Kreuz, UNICEF und Diakonie Katastrophenhilfe zusammengeschlossen.

Ärzte der Welt e.V.

Spendenkonto: Deutsche Kreditbank
IBAN: DE06 1203 0000 1004 3336 60
BIC: BYLADEM1001
Stichwort: Ukraine

www.aerztederwelt.org

Save the Children e. V.

IBAN: DE92 1002 0500 0003 292912
BIC: BFSWDE33BER
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort: Nothilfe Kinder Ukraine
www.savethechildren.de

SOS-Kinderdörfer weltweit

IBAN: DE22 4306 0967 2222 2000 00
BIC: GENODEM1GLS
GLS Gemeinschaftsbank
Stichwort: Humanitäre Hilfe Ukraine
www.sos-kinderdoerfer.de

UNICEF

IBAN: DE57 3702 0500 0000 3000 00
BIC: BFSWDE33XXX
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort: Ukraine
www.unicef.de

UNO-Flüchtlingshilfe e.V.

IBAN: DE78 3705 0198 0020 0088 50
BIC: COLSDE33
Sparkasse KölnBonn
Stichwort: Nothilfe Ukraine
www.uno-fluechtlingshilfe.de/

Solidarität mit der Ukraine

Der Deutsche Journalisten-Verband ist solidarisch mit der Ukraine, ihren Bürgerinnen und Bürgern und mit allen Journalistinnen und Journalisten, die sich derzeit in dem Land aufhalten. Europas größte Journalistenorganisation gedenkt der Opfer, die der russische Überfall auf das Land bereits gefordert hat. Für alle Medienschaffende gilt: Seien Sie vorsichtig, vermeiden Sie wenn möglich unnötige Risiken. Und halten Sie Kontakt mit Ihren Redaktionen und mit den Behörden Ihres Heimatlandes. Wir denken an Sie und wir fühlen mit Ihnen. Sie sind das Bollwerk gegen Fake News und russische Propaganda. Kritischer und unabhängiger Journalismus ist jetzt so wichtig wie nie.

Die Stimme der Freiheit darf niemals versiegen!

45.000 Menschen kamen auf dem Münchner Königsplatz zusammen, um Solidarität mit der Ukraine zu üben. Einer der Redner war der DJV-Vorstand Harald Stocker.

Die Kollegen des Bayerischen Journalisten-Verbands haben die Rede von Harald Stocker so beschrieben:

"Das erste Opfer des Krieges ist immer die Wahrheit“, leitete Harald Stocker seine Rede ein. Der Krieg sei aufgrund eines erlogenen Sachzusammenhangs von den Russen eröffnet worden.

„Als BJV/DJV und Europäische Journalisten-Förderation (EJF) haben wir uns jahrzehntelang am Aufbau einer freien, unabhängigen Presse in Osteuropa beteiligt. Wir haben uns im Ehrenamt engagiert; wir haben Journalistinnen und Journalisten ausgebildet und sie eingeladen, damit sie Erfahrungen sammeln können. Und das erste was Putin getan hat, war das Abschaffen der Pressefreiheit!

„Die Pressefreiheit wird niemals versiegen!“

Wir werden gehört, die Bilder von dieser Demonstration werden auch in Kiev gesehen“, sagte Stocker und übersetzte die unten aufgeführte Nachricht des Präsidenten der National Union of Journalists of Ukraine (NSJU), Sergiy Tomilenko. „Die Stimme der Freiheit darf niemals versiegen, endet Tomilenkos Botschaft. Die Pressefreiheit wird niemals versiegen!“.

Gezielte Desinformation der russischen Bevölkerung

„Vor 20 Jahren trat Putin als Hoffnungsträger an“, erklärte Stocker. Putin habe insdes 20 Jahre lang Tag für Tag daran gearbeitet, die freie Berichterstattung einzuschränken. Seine Günstlinge, die Oligarchen hätten viele Medien übernommen und die wenigen freien Medien seien marginalisiert worden.

Stocker erwähnte anschließend seine Erfahrungen als Wissenschaftsjournalist bei Reisen in Russland, aus vielen Gesprächen haben er den Eindruck gewonnen, dass die Menschen aufgrund der einseitigen Medienberichterstattung überhaupt nicht wüssten, was jetzt vor sich geht.

Die wenigen freien und unabhängigen Medien in Russland seien weiter eingeschränkt worden, zugleich wurden Zensurauflagen für alle Medien erteilt: „Man darf als Journalist*in in Russland einen Krieg nicht mehr einen Krieg nennen! Eine Invasion darf man nicht mehr eine Invasion nennen! Und die Bombardierung von Städten erwähnen!“.

Auch in Deutschland stifte Putin über seine „Trollfabriken“ seit vielen Jahren Unfrieden, mit künstlicher Intelligenz würden die sozialen Netzwerke, die Kommentarspalten der Medien mit Lügen, Hass und Hetze geflutet. Unsere freie Gesellschaft, die unter anderem auf Informationsfreiheit lasse sich davon nicht in die Irre führen, betonte Stocker.

„Frieden braucht Pressefreiheit, Russland braucht Pressefreiheit, die Ukraine braucht Pressefreiheit – denn die Pressefreiheit ist die wichtigste Infrastruktur in der Demokratie!

Message from Sergiy Tomilenko, President of National Union of Journalists of Ukraine

Sergiy Tomilenko, (Twitter: @Stommedia) President of the National Union of Journalists of Ukraine (NSJU) and member of Steering Committee of European Federation of Journalists (EFJ) – @EFJEurope

„Today we are working under new conditions, when bombings are taking place all over the country, and the whole of Ukraine is under the threat of open hostile occupation by Russia. Today we are all victims of war. If a week ago only colleagues who worked in 2 regions – Donetsk and Luhansk regions – were considered as military journalists, now we are talking about all colleagues from all 24 regions of Ukraine as war journalists.

We condemn propaganda of Russian media, which cover up and justify the war against Ukraine and deliberately mislead Russian citizens. They are silent about the wide-spread deaths of Russian soldiers in Ukraine, who were forced to die by threats and manipulations. Journalism is not propaganda!

Despite the danger, brave people, military, and journalists are defending Ukraine. Together we are bringing victory and peace closer! Ukrainian people greatly appreciate your support and solidarity."

Zusammengestellt von Hendrik Zörner.

Link zum Video bei Youtube

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