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28.01.2026

Abschaffung des Acht-Stunden-Tages

28.01.2026
Ansprechpartner*in
Regine Suling-Williges

Die Abschaffung des Anspruchs auf Teilzeit hat der Wirtschaftsflügel der CDU vor wenigen Tagen ins Auge gefasst und damit für ordentlich Aufruhr gesorgt. An anderer Stelle haben die Christdemokraten aber bereits Fakten geschaffen und nun das Ende des Acht-Stunden-Tages gemeinsam mit der SPD in einer Vorvereinbarung im Bundeskabinett beschlossen. 
„Das ist ein Rückschlag für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ihre mühsam erkämpften Rechte werden handstreichartig abgeschafft – und die Sozialdemokraten machen als Steigbügelhalter bei diesem Vorhaben mit“, findet Regine Suling-Williges, Vorsitzende des DJV-Landesverbandes Bremen, klare Worte für die Entscheidung des Bundeskabinetts. 
Im Rahmen der „Nationalen Tourismusstrategie“ möchte die Regierung eine wöchentliche Höchstarbeitszeit schaffen – und das offenbar mit der Tourismusbranche nicht nur für einen Teil der Wirtschaft, sondern gleich für alle Unternehmen. „Was die Bundesregierung als großen Wurf zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Freizeit verkauft, ist tatsächlich eine Unterhöhlung von Arbeitnehmerrechten“, konstatiert Regine Suling-Williges. Dass die Bundesregierung beispielsweise Prämien zur Ausweitung der Arbeitszeit bei Teilzeit laut eines BILD-Berichtes steuerlich begünstigen wolle, sei zwar ein hehres Ziel, aber: „Wenn die Bundesregierung möchte, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr und vor allem flexibler arbeiten, dann sollte sie sich zunächst um eine wesentlich bessere und verlässlichere Betreuung für Kinder und ältere Menschen kümmern.“ 

Arbeitsrecht Gesundheit Landesverband Bremen