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23.06.2010 - 09:17 Uhr

Presseversorgung - Erfreuliches Jubiläumsjahr

Die Presseversorgung hat nicht nur nach den Worten von Geschäftsführer Dr. Gerhard Falk im Jubiläumsjahr 2009 „einen soliden Abschluss hingelegt“. Im Jahr des 60-jährigen Bestehens verzeichnete die Presseversorgung ein gutes Neugeschäft (plus 4859 Verträge/+10,9 %), erneut wurde die Überschussbeteiligung auf dem hohen Niveau von 4,8 % gehalten, und der Bilanzwert der Kapitalanlagen wuchs auf 4,885 Mrd. Euro.

Und doch gab es jetzt in Dresden bei der ordentlichen Versammlung der Gesellschafter, zu denen auch die DJV-Landesverbände Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein zählen, mahnende Worte. Die Zahl der obligatorischen Versicherungen – also jener Abschlüsse, die durch Tarifverträge verpflichtend für neu angestellte Redakteure sind – nahm erneut ab, in 2009 sogar kräftig um 21,1 % auf erstmals unter 1000 Neuverträge (921). Mit anderen Worten: Bei Neueinstellungen fallen immer weniger Beschäftigte unter Tarifverträge. Der Vorsitzende der Finanzkommission und stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende, Hubert Engeroff, wies im Rahmen der Hauptversammlung darauf hin, dass nur noch 30 % des Gesamtbestandes der Presseversorgungs-Versicherungen den obligatorischen Versicherungen zuzurechnen seien und nannte diesen Zustand „besorgniserregend“ – schließlich ist die Presseversorgung 1949 von Journalisten und Verlegern für diesen Personenkreis einmal gegründet worden.

Auch der Anstieg der Beitragsbefreiungen, der die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung widerspiegelt, um gleich 23,3 % gegenüber dem Vorjahr beunruhigte Engeroff, die Zahl habe ihn „nachdenklich gestimmt“.

Zudem sind die Aussichten für 2010 naturgemäß wegen der sehr niedrigen Zinsstände nicht mehr so rosig. Geschäftsführer Dr. Falk sprach für die ersten fünf Monate im fakultativen (also freiwilligen) Bereich zwar von einer Zunahme um 30 %, kündigte den Gesellschaftern aber schon mal eine niedrigere Überschussbeteiligung als die zuletzt gutgeschriebenen 4,8 % an („Die dürfen sie nicht für 2010 erwarten“).

Für dieses Jahr setzt die Presseversorgung vor allem auf die „Partneraktion“; dazu sind mit den Standmitteilungen bereits Faltblätter verschickt worden. In der Presseversorgung ist es Versicherten nämlich möglich, neben ihren minderjährigen Kindern auch die Ehe-/Lebenspartner versichern zu lassen.

Zudem wurde in Dresden noch ein erfreulicher Beschluss verkündet: Mit Wirkung vom 1. Januar 2011 werden die laufenden Renten aus der Versorgungskasse der Deutschen Presse um 1,3 % erhöht – vorausgesetzt, die Allianz (mit der der Rückdeckungsvertrag besteht) bliebt 2010 bei der Höhe ihrer Gewinnbeteiligung.

Carsten Spöring

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